Musikschule

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+++ Wer die Musik liebt, kann nie unglücklich werden! +++

5. Juli 2010: Münstersche Zeitung (Nithupa Kumaranantham)

Open-Air-Festkonzert: Mozart hautnah

Neuenkirchen. Gänsehautstimmung am Sonntagabend im Garten der Villa Hecking. Beim Open-Air Festkonzert erlebte man Papageno, den Vogelfänger, die atemberaubende Königin der Nacht und natürlich den jungen Wolfgang Amadeus Mozart hautnah.
Durch die idyllische Kulisse der Villa Hecking entstand die perfekte Atmosphäre für die Zauberflöten Inszenierung. Das Euregio-Opern- und Bläserensemble und der Männerchor Ochtrup ließen die Kompositionen von Mozart aufleben. Mit ihren aufwändigen Kostümen und Perücken versetzten sie die Besucher zurück ins 18. Jahrhundert und konnten so auch die jungen Zuschauer für sich begeistern.

Beeindruckend war vor allen Dingen der Auftritt des Musikschüler Hyunwoo Kyoung-Hong, der auf seiner Violine eine Meisterleistung hinlegte. Er spielte am Sonntagabend den zwölfjährigen Wolfgang Amadeus Mozart und machte so den Mozarttag vollkommen. Doch auch die Dritt- und Viertklässler der drei Grundschulen waren kleine Stars. Sie sangen zusammen mit Wilfried Stening, dem Papageno Darsteller, das Papageno Lied mit einer kleinen Choreographie.

Zauberflöte war der Höhepunkt
Diese hatten sie zusammen mit Thomas Lischik, dem pädagogischen Leiter der Musikschule einstudiert. Er führte als Leopold Mozart die Zuschauer durch die musikalische Reise und dirigierte das Bläser-Ensemble. Ihm assistierte Anne Reinke als Erzählerin der Geschichte von der Zauberflöte. Das Konzert war der eindeutige Höhepunkt des Mozarttags für die Neuenkirchener.
Schon der Nachmittag des Mozarttages war aktionsgeladen. Für die Großen gab es eine Kaffeetafel nach Salzburger Manier und für die Kleinen allerlei Lieblingsspiele von dem jungen Mozart.

Zum krönenden Abschluss wurden die Sieger des Zauberflöten-Malwettbewerbs bekannt gegeben. Auf den vierten Platz schaffte es die Drittklässlerin Bilge-Büsra Avci von der Ludgerischule mit ihrem geheimnisvollen Bild „Szene aus Papageno in der Nacht mit Nachtfee“.

"Bühne mit Schlange"
Auf dem dritten und zweiten Platz waren die Viertklässler Rico Kerkering und Marc Hölscher von der Thieschule, die zusammen an der Collage „Bühne mit Schlange“ gearbeitet hatten. Dies war einer der kreativsten Bilder der ganzen Ausstellung.

Strahlender Erstplatzierte war der Viertklässler Jonathan Stadtmeister von der Josefschule.
Er konnte mit seinem Bild mit dem Titel „Papageno Bild“ bei der Jury am meisten punkten. Doch kreativ waren an diesem besonderen Tag alle Kinder. Ob beim Spielen, Singen oder Malen, sie hatten viele Gelegenheiten, den legendären Komponisten näher kennen zulernen und auch selber mal künstlerisch aktiv zu sein.


6. Juli 2010: Münsterländische Volkszeitung (Stefan Kösters)

Mozart gibt sich die Ehre

Neuenkirchen. Es sollte nur eine Hausaufgabe für Wolfgang Amadeus Mozart sein, die Vater Leopold dem Sohn aufgab: die Geschichte von „Bastien und Bastienne“ zu vertonen. Heraus kam das erste große „Singspiel“ des Zwölfjährigen Mozart. Die „Zauberflöte“ dagegen ist das letzte Opernwerk des 35-Jährigen, uraufgeführt zwei Monate vor seinem Tod. Beide Stücke bildeten den grandiosen und farbenprächtigen Abschlussabend des Mozart-Tages am Sonntag im Park der Villa Hecking.

Ein aufwändiges Bühnenbild brauchten sie nicht. Die Darbietungen der Musiker und Sänger standen für sich: das Euregio-Bläserensemble, der Männerchor Ochtrup und der Chor „Con Fuego“ unter der Leitung von Leopold Mozart alias Thomas Lischik. Die einzelnen Solisten waren bereits bekannt aus der Mozart-Messe am Vormittag.

Bei schönstem Wetter sahen die Zuschauer zunächst, wie der intrigante Zauberer Colas (Karel Pril mit seinem sonoren Bass) einen Keil zwischen die beiden Verliebten Bastien (Wilfried Stening, Tenor) und Bastienne (Sandra Lischik, Sopran) schlagen will. Verwirrung, Zweifel („Bastienne trüget nicht, nein, sie ist kein falscher Schnabel“), Selbstmordabsichten - aber am Ende fallen sich selbstverständlich die Verliebten in die Arme.

Bemerkungen des Zauberers wie“ „Da läuft sie hin, die verliebte Bastienne - das gibt es nur in Neuenkirchen“, kamen natürlich gut an. Und ann die Zauberflöte. Eva-Maria König aus Münster hat die „Geschichte vom Prinzen Tamino und Papgeno, dem Vogelfänger“ nach Emanuel Schikaneder in ihrem Kinderbuch kindgerecht nacherzählt. Anne Reinke las sie auf sehr nette Weise und überzeugend vor.


23. Juni 2010: Münstersche Zeitung (Elvira Meisel-Kemper)

Konzert des Musikschulchors - Kriegserklärung, Kosakenmusik und Klassiker -

Ochtrup. Der Mai als Monat der Liebe ist zwar schon längst vorbei – die Liebe in all ihren Facetten war dennoch ein Thema im Konzert des Chores vom Musikschulzweckverband. Es war in der Villa Winkel beziehungsreich betitelt mit „Liebe, Lust und Leiden schafft“.

Sehr gut besucht war das Konzert des Chores, der von Sabine Klups-Baller geleitet wird. Günter Baller begleitete am Klavier die einzelnen Lieder aus vier Jahrhunderten. Eindrucksvoll verschaffte er sich Gehör, auch wenn die 27 Sänger und Sängerinnen ihn mitsamt dem Flügel ein bisschen an den Rand der Optik gedrängt hatten.

Die aufkeimende Leidenschaft war Thema der ersten Lieder. Die Männerstimmen sangen mit Klavierbegleitung das bekannte Lied über „Ännchen von Tharau“, dass Friedrich Silcher in der Zeit der Romantik des 19. Jahrhunderts als Klassiker der Musikliteratur komponiert hatte.


Lieder über die Liebe

Noch älter sind die Lieder „Come again“ von John Dowland und „Fair Phillis“ von John Farmer als wunderschön melodisch und mehrstimmig gesungene Zeugnisse der Renaissance. Die Aussagen der Texte durchliefen die klassischen Stationen einer Liebe von den Schmetterlingen im Bauch am Anfang über die unerfüllte oder erfüllte Liebe. Die Krönung ist die Ehe, die aber auch nicht nur harmonisch verläuft. Joseph Haydn komponierte im 18.Jahrhundert das Lied „Die Harmonie der Ehe“. Ähnlich wie bei Giaches de Wert, der im 16.Jahrhundert „M´ha punt Amor“ in die Welt der Lieder schickte, hat die Ehe auch viel mit Krieg zu tun.

„Guerra, Guerra“ (Krieg, Krieg) intonierte der Chor mehrstimmig und in voller Überzeugung, obwohl das Schmunzeln die vermeintliche „Kriegserklärung“ im Text milderte. Das Schmunzeln kam auch im Publikum an, das sich einmal mehr mit viel Applaus für die erbauliche Musik bedankte.


Bach auf der Gitarre

Von soviel Texten konnte sich das Publikum immer wieder erholen durch die rein instrumentalen, solistischen Interpretationen der Gitarristin Lilia Sarosek. Wunderbar zart und doch kraftvoll spielte sie von Johann Sebastian Bach das „Präludium D-Dur“ und mehrere Werke des 49-jährigen Weißrussen Valeri Zhyvalewski. Schwerfällig melodisch begann die „Introduktion“ von Zhyvaleswki. Ein bisschen fühlte man sich an die Kosakengesänge erinnert, auch wenn die Melancholie in eine nicht minder berührende Polyphonie mündete.

Astor Piazolla durfte natürlich nicht fehlen, gefolgt von einem Tango des 55-jährigen Tunesiers Roland Dyens. Sarosek machte auch daraus eine klangvolle, viel beklatschte Neuentdeckung.


22. Juni 2010: Tageblatt Ochtrup (Udo Nobis)

Und ewig lockt die Liebe

Ochtrup. Im stimmungsvollen Ambiente des vollbesetzten Foyers der Villa Winkel drehte sich am Sonntag alles um „Liebe, die Lust und Leiden schafft“. So lautete der Titel eines Konzerts des Musikschulzweckverbandes. Unter der Leitung von Sabine Klups-Baller wurden verschiedene Aspekte des großen Themas Liebe beleuchtet. Ein Streifzug durch die Musikgeschichte von der Renaissance über Klassik, Romantik, Moderne bis zur Popmusik zeigte eindrucksvoll, wie sich Komponisten aller Epochen und Nationen mit den Facetten der Liebe auseinandersetzten.

Den Startpunkt zu diesem sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Konzert, durch das einzelne Chormitglieder mit informativen Moderationen über die nächsten Stücke führten, setzte das von unendlichem Schmerz geprägte „Come again“ des englischen Komponisten John Dowland. Hier zeigte sich gleich, dass Sabine Klups-Baller aus den mehr als 30 Sängerinnen und Sängern einen dem Raum und den Herausforderungen der Stücke angemessenen Klangkörper geformt hatte.

Im nächsten thematischen Block ging es raus in die Natur. In dem Chorstück „Fair Phillis“ von John Farmer wechselt die musikalische Struktur ständig. Einstimmige Teile, homophone Chorblöcke, imitatorische Teile, verschiedene Chorstimmen im Wechselspiel - alles bewältigte der Musikschulchor souverän. Inhaltlich ging es um einen Schäfer, der seine Schäferin sucht. Der Chor zeigte dabei das Auf- und Ablaufen des Suchens, und als sie sich endlich gefunden hatten und sich küssen durften, schlug das Herz in Aufregung, aufgezeigt durch den plötzlichen Rhythmuswechsel im Chorsatz. Mit dem schwedischen Volkslied „Draußen, da wachsen blau Beeren“ des deutschen Komponisten Willy Träder fühlte sich der Zuhörer gleich in eine skandinavische Naturlandschaft versetzt. Schier endlose Melodiereigen luden zum Träumen ein. Am Ende dieses Konzertteiles bewiesen die Männerstimmen des Chores unter der sensiblen Begleitung von Günter Baller am Flügel mit dem bekannten Volksliedsatz „Ännchen von Tharau“ von Friedrich Silcher ihr Können.


Mit Lilia Sarosek an der Gitarre erfuhr das Konzert eine enorme Bereicherung. Technisch souverän interpretierte die junge Künstlerin die „In-troduktion und Tanz Bachiane“ des zeitgenössischen weißrussischen Komponisten Valeri Zhyvalevski. In jähem Wechsel zwischen ruhigen Passagen, hochvirtuosen Arpeggien, schnellen Läufen und imitatorischen Elementen stellte sie ihre Meisterschaft auf diesem Instrument unter Beweis. Schade nur, dass durch die enorme Verstärkung neben den Tönen natürlich auch die Griffgeräusche hervorgehoben wurden. Die nächsten Stücke fasste die Moderation unter dem Titel „Heimliches Stelldichein“ zusammen. Mit „Ich sehe dich im Garten“ hatte Willy Träder dieses Mal ein norwegisches Volkslied vertont. In dem ostwestfälischen Volkslied „Dat du min Leevsten büst“, hier in einem Satz von Siegfried Strombach, ließen die Frauenstimmen auch die heimische Musik erklingen.

Mit zwei witzigen und bisweilen auch ironischen Stücken ging es weiter. Wenn man sich einmal gefunden und besser kennengelernt hat, herrscht auch nicht nur eitel Sonnenschein. In dem zwar kurzen, aber sehr schwierigen Madrigal „M´ha punt Amor“ des franko-flämischen Komponisten Giaches de Wert brachte der Chor eindrucksvoll zur Wirkung, wie sich ein handfester Ehekrach eines temperamentvollen italienischen Ehepaares anhört.

Eine seltsame, ironische Vorstellung von „Harmonie in der Ehe“ vermittelt Joseph Haydns gleichnamiges Stück, in dem der Mann und die Frau darum streiten, wer die Hosen anhat: „Was er will, will auch sie!“

Daraufhin entführte Lilia Sarosek mit zwei Tangos von Astor Piazolla und Roland Dyens das Publikum nach Südamerika. Auch hier spielte die Gitarristin ihre Meisterschaft an ihrem Instrument aus. Gefühlsstarke Melodien im Wechsel mit expressiven Elementen, ruhige Passagen im Kontrast zu feurigen Rhythmen und Akkorden - einfach wunderschön.

In den nächsten drei Chorstücken stand das Liebesleid im Vordergrund. Und mit „When I get older“ von John Lennon und Paul McCartney kam auch die Popmusik zum Zuge.

Dass es mit vielen Liebesschwüren nicht weit her ist, zeigte der Chorsatz „Ick seg adieu“. Gerade erst hatte er ihr den Himmel versprochen, und schon zieht er von dannen.

Mit der einzigartigen Melodie „Plaisir d´Amour“ von Giovanni Martini ging ein amüsanter, kurzweiliger Nachmittag zu Ende. Noch lauschten die Zuhörer träumerisch der vielleicht schönsten aller Liebesmelodien. Das Publikum bedankte sich bei allen Akteuren mit lang anhaltendem, kräftigen Applaus und wurde mit einem Werk von den Beatles belohnt.


5. Juni 2010: Münstersche Zeitung (Stefan Klausing)

Grundschüler singen Mozart

Neuenkirchen. Gestern probten das Euregio-Opernensemble unter Leitung von Leopold Mozart (Thomas Lischik, Pädagogischer Leiter der Musikschule Ochtrup) bereits einige Passagen der Opern „Bastien und Bastienne“ und „Die Zauberflöte“ in kindgerechter Art und Weise. Spielerisch brachten sie den neun- und zehnjährigen Schüler die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart bei.

Leopold Mozart, seines Zeichens Vizekapellmeister des Erzbischofes Schrattenbach und Vater von Wolfgang Amadeus, erzählte aus dem Leben des zwölfjährigen Mozarts. Er stellte den Domsingschülern, wie der die Jungs und Mädchen nannte, auch einige Fragen zur Musik der damaligen Zeit und ließ sie auch bei den Regieanweisungen mitbestimmen. „Obwohl wir in Österreich ja noch keine Demokratie haben“, betonte „Mozart“. Schließlich schreibt man das Jahr 1768.

Kinder hören Arien aufmerksam zu

Für jede richtige Antwort gab es eine Kugel. „Diese Kugeln hat meine liebste Gattin Anna Maria für mich kreiert und sie Mozartkugel genannt“, erzählte er den Kindern. Mit diesen kleinen, kurzweiligen Geschichten zwischen den Arien schafft es Lischik, die Kinder gut zwei Stunden in die Zeit des kleinen Mozarts zurück zu versetzten.

Auch wenn heutzutage längst andere Musik in den Kinderzimmern läuft, hören die Grundschüler aufmerksam zu, als die Kammersänger Wilfried Stening und Sandra Lischik ihre Arien probten. Auch der Holländer Karel Pril, der den Zauberer Colas spielt, bringt die Kleinen mit seiner tiefen Bassstimme zu staunen.

Unterschied zwischen Rezitativ und Stotterduett


So erfuhren die Kinder während dieser Probe, die nächste Woche noch in der Ludgeri- und Josefschule stattfindet, was der Unterschied zwischen einer Arie und einem Rezitativ oder was ein Stotterduett ist, wie in der Zauberflöte. Und die Kinder waren gut vorbereitet, konnten sie doch viele der Fragen des alten Mozarts beantworteten.
 
Eine Frage ist aber dennoch offen geblieben. „Ob Bastien und Bastienne am Ende wieder zusammenkommen oder Bastien sich in den Fluten ertränkt, sagen wir jetzt noch nicht. Das erfahrt ihr am 4. Juli“, teilte Lischik den neugierigen Schülern mit. Gefördert wird dieses innovative Musikprojekt übrigens vom Ministerpräsidenten des Landes NRW


27. April 2010: MV Neuenkirchener Anzeiger (Stefan Kösters)

Sehnsucht hat tausend Farben

Emotionales Konzert mit drei Gruppen in St. Arnold / 60 Musiker und 120 Gäste


Neuenkirchen. „So voll war die Schwarze Katz seit der Wiedereröffnung noch nicht“, bestätigte Nicole Schürhörster am Samstagabend, als sich der Saal zum Konzert „Sehnsucht hat tausend Farben“ füllte. In der Tat: Mit 60 Musikern und 120 Zuhörern war kein Fleckchen mehr frei, es mussten im Schankraum noch Stühle dazugestellt werden. Immerhin musizierten drei Ensembles gemeinsam: das Mandolinenorchester „Da Capo con Mandolino“ mit der Chorgemeinschaft Dorenkamp und das Kinder- und Jugendorchester „Newcomer“.

„Sehnsucht hat tausend Farben, bunte Vögel im All, Exoten mit schillernden Flügeln, und Schmetterlinge im Wind“, begrüßte Marie-Theres Verst, 2. Vorsitzenden der Chorgemeinschaft Dorenkamp, die 120 Zuhörer. Und so gab es wunderschöne Lieder, die von Sehnsucht nach Liebe, der Heimat und auch der Ferne handeln.

Gleich zu Anfang das „Alte Lieder der Taiga“, bekannt durch die Sängerin Alexandra. Toll das Duett von Barbara Siebels und Klaus-Dieter Molz bei „Riesengebirgs Heimat“. Man merkte, dass in St. Arnold viele Vertrieben leben, die meisten sangen den Text mit. Genauso bei „Ein Schiff wird kommen“ mit Marianne Kammler und Maria Menzel als Solistinnen.

Richtig schön die Einlage, in der das „Mädchen aus Piräus“, Maria Menzel, dem schmachtenden Matrosen, Werner Schwert, erzählt, dass sie auf einen ganz anderen wartet, den sie so liebt wie keinen.

„Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei, einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh´n“ zeugt von Sehnsucht nach Ferne. „Griechischer Wein“ besingt wiederum die Gedanken der Gastarbeiter an Frauen, die alleine sind - und von dem Kind, das seinen Vater noch nie sah. Die Dirigentin Monika Koers spielte dazu eine original griechische Bouzouki und verlieh dem Stück den bekannten authentischen Sound. Höhepunkt war sicher „Kalinka, kalinka moya“. Darin sehnt sich ein Russe nach seiner Liebsten in seinem Garten daheim, neben dem Kalinka-Strauch. Die neun Tenöre und Bässe trugen dazu trotz der Hitze im Saal russische Mützen. Es kam so gut an, dass sie es zur Zugabe noch mal singen mussten.

So richtig in die Herzen der Zuhörer haben sich die Jüngsten gesungen und gespielt: Die „Newcomer“ sind 13 Kinder von neun bis 13 Jahren, die ihre Musik mit Herzblut spielen. Bei „My Bonnie lies over the Ocean“ und „When the Saints go marching in“ leiden die beiden Solo-Sängerinnen Alina Deiters und Tyler Niederberghaus richtig mit.

Toll die Moderation von Fabio Politano, der dabei die Inhalte der Stücke für diejenigen erklärte, die des Englischen nicht so mächtig sind.

Mit dem emotionalen Konzert wurde eine ganz neue Mikrofon- und Übertragungsanlage eingeweiht, die der Musikschulzweckverband Ochtrup, Neuenkirchen, Wettringen und Metelen durch eine großzügige Spende der Volksbank Ochtrup anschaffen konnte. Vorstand Hans-Jürgen Kreitschinski überreichte vor dem Konzert einen Symbolischen Scheck an den musikalischen Leiter der Musikschule, Thomas Lischik, und die Vorsitzende von „Da Capo con Mandolino“, Gerda Hoffmann. Lischik bedankte sich mit dem Zitat von Willy Brand, das auf dem Spendenschreiben stand: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“. Er wünsche sich, dass in diesem Sinne die erfolgreiche Arbeit des Mandolinenorchesters in der Zukunft fortgesetzt und erweitert werde.


27. April 2010: Münstersche Zeitung (Dominik Theile)

Viel Beifall für die kleinen Flöten und Klavierspieler

In der Aula der Pestalozzi-Schule hatte am Sonntag der Nachwuchs seinen Auftritt. Dort fand das Vorspiel der Musikschüler von Stefanie Lübke-Michels statt.

Die Dozentin der Musikschule hatte wochenlang mit ihren Kindern geprobt, um eine gute "Performance" hinzulegen. Die Blockflöten- und Klavierschüler spielten ihre Stücke flüssig und ohne Probleme - als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Und das, obwohl viele von ihnen erst seit einem Jahr Unterricht hatten. Der Dozentin war der Stolz auf ihre Schützlinge anzusehen, und auch die zahlreichen Eltern und Paten, die gekommen waren, spendeten begeistert Beifall.

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21. Dezember 2009, Tagblatt Ochtrup (Anne Steven)

Musik zum Kaffee mit dem Blockflötenensemble

Ochtrup. Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten, und draußen schneit und friert es. Was es gibt es da Besseres, als gemütlich im Warmen zu sitzen, eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken und schöner Musik zu lauschen. Das hatten sich auch die Besucher des Adventskonzerts am Sonntagnachmittag im Café Laurenz gedacht.

Dort spielte das Blockflötenensemble der Musikschule Ochtrup. Unter der Leitung von Horst Rapp präsentierten die sieben Musiker eine bunte Mischung von Stücken aus der Barock-, Klassik- und Renaissancezeit. So beispielsweise ein Menuett aus der Ouvertüre in C-Dur von Karl Heinrich Graun, einen Bauerntanz aus dem 18. Jahrhundert oder ganz zu Anfang des Konzerts eine Bourrée aus „Concentus musico-instrumentalis“ von Johann Josef Fux aus dem Jahr 1701. Mit Texten von Carl Zuckmayer, Ludwig Thoma, Johann Wolfgang von Goethe und Kurt Tucholsky stimmte Horst Rapp die Café-Besucher auf Weihnachten ein.

Während draußen die Dämmerung einsetzte und der Schnee stetig fiel, wurde dem Publikum ganz warm ums Herz, und es genoss die Klänge des Blockflötenensembles sichtlich. Eine Besucherin hatte sich ihr Strickzeug mitgebracht, am Nebentisch wurde Cappuccino getrunken, der Duft von frischen Waffeln zog durch die Räume. Natürlich hatten die Flötenspieler auch Weihnachtslieder vorbereitet und spielten neben „Kommet ihr Hirten“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ den Klassiker „Jingle Bells“. Bei diesem Stück griff Horst Rapp zum Schellenkranz und ließ so echte Schlittenfahrt-Stimmung aufkommen. Nach dem letzten Stück, einer Bourrée von Johann Sebastian Bach, folgte lang anhaltender Applaus. Eine Zugabe war für die Musiker Ehrensache.


7. September 2009: Münstersche Zeitung (Fabian Schöpke)

"Saturday Night Opening" im Schulzentrum  - Viele Talente

Ochtrup. Musik schlägt Brücken – unter diesem Motto hatte die städtische Musikschule am Samstagabend in die Aula des Ochtruper Schulzentrums zu ihrem Saturday Night Opening geladen, wo sie mit alten und neuen Rock- und Popballaden und Evergreens begeisterte.
 
„Das ist unser Beitrag zu den Musiktagen des Kreises Steinfurt“, erläuterte Thomas Lischik, Leiter der Musikschuldozenten. „Unser Ziel ist es, so Partner auch außerhalb der Musikschule zu suchen, mit denen man in Zukunft zusammenarbeiten kann.“

Dass die Ochtruper Musikschüler und ihre Dozenten, die an diesem Abend ihre Schüler mit ihren Instrumenten unterstützten, sich nicht zu verstecken brauchen, dass bewiesen sie bereits in der ersten Hälfte ihrer fast zweistündigen Aufführung. Mit einem Medley der bekanntesten James Bond-Klassiker eröffneten sie den Abend, garniert mit einer kleinen Bühnenshow, die an das Musikvideo von Tina Turners „Golden Eye“ erinnerte.


Kleines Festival?

„Das James Bond-Medley war und ist auch mein persönlicher Favorit“, gestand nach der Show Thomas Lischik, der die zukünftigen Shows sogar gerne noch ein bisschen größer planen möchte. „Es wäre schön, wenn wir die Musiktage in Zukunft noch ein bisschen überregionaler gestalten könnten, um daraus quasi ein kleines Festival zu machen.“

Das Potenzial haben die Musikerinnen und Musiker dafür auf jeden Fall, immerhin machte sich die über sechsmonatige Vorbereitung auch bei den Übergängen der Stücke bemerkbar, die mit einer künstlerischen Einleitung versehen waren.


Solointerpretation

Und so wunderte es niemanden mehr, dass zwischendurch auch Bryan Adams den Weg auf die Ochtruper Bühne gefunden hatte, um mit seinem Charme „I do it for you“ den Jugendchor Lamberti mit dem gleichnamigen Stück anzukündigen.


14. Juni 2008, Tageblatt Ochtrup (Niklas Schmitz)

Barocker Klang im Café Laurenz

Ochtrup. „Machen Sie mit uns einen Sprung in die Zeit des Barock und der Renaissance“, begrüßte am Sonntag Horst Rapp die Gäste des Café Laurenz zum Konzert des Blockflötenensembles der Musikschule. „In dieser Zeit war es Gang und Gebe, dass man in der Adelsgesellschaft zu Tisch einigen Musikern lauschte.“
 
Aber nicht nur altertümliche Stücke gab das 14-köpfige Ensemble zum Besten. Auch Lieder aus dem 20. Jahrhundert wie zum Beispiel den „Peacherine Rag“ von Scott Joplin wurden gespielt.
Frei nach einem Zitat von Valentin Ratgeber setzte die Gruppe ihren Auftritt unter das Thema „Ohren-vergnügendes und Gemüt-ergötzendes Tafel-Confect“. Während einer kleinen Pause erläuterte Horst Rapp die Beweggründe für das Konzert: „Das ist ganz einfach. Wir haben bei der Musikschule viele Flöten-Schüler in der Ausbildung, und die brauchen eine Möglichkeit zum Vorspielen.“
Nach drei Vortragsblöcken und viel Applaus von den Zuschauern war das Konzert schließlich am Ende angelangt und die „Kaffeehaus-Musik“ verstummte.

 


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