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Blechblasinstrumente

Trompete

Die Trompete ist heute ein beliebtes Blasinstrument, das in fast allen musikalischen Sparten Verwendung findet. Mit ihren vielfältigen Klangnuancen, die von durchdringend brillant bis zu majestätisch oder auch geschmeidig-weich reichen, wird sie überwiegend als Soloinstrument, aber auch im Ensemble eingesetzt.

Bevor man jedoch diese Nuancen auf der Trompete hervorbringen kann, muss erst wie auf allen Blechblasinstrumenten ein guter "Ansatz" erarbeitet werden.

Flügelhorn

Das Flügelhorn ist das Sopraninstrument aus der Familie der Bügelhörner. Es klingt weicher als eine Trompete und erinnert an den Hornklang, ähnelt in der Spieltechnik aber der Trompete. Seinen Ursprung hat es im Signalhorn, das in der Militärmusik oder auch bei der Post beheimatet war. Heute wird es vor allem in der Jazzmusik gebraucht, auch in Blaskapellen findet es als besondere Klangfarbe Verwendung.

Die meisten Schülerinnen und Schüler beginnen mit der Trompete und ergänzen ihre instrumentelle Ausstattung später mit einem Flügelhorn.

Anfangsalter: etwa sieben Jahre (die bleibenden Schneidezähne müssen vorhanden sein).

  

Posaune

Die meisten kennen die Posaune als ein ziemlich großes und lautes Instrument. Sie ist in der ganzen Bandbreite der Musik vertreten, ihre Einsatzmöglichkeiten reichen von Klassik, Jazz, Pop, Big Band, Blasorchester, Kammerensemble bis hin zum Soloinstrument. Die Besonderheit an der Posaune ist ihr Zug, mit dem die Tonhöhe gleitend verändert werden kann. Das Beherrschen der sieben Zugpositionen in Verbindung mit der richtigen Lippenspannung macht den besonderen Reiz des Instrumentes aus.

Anfangsalter: etwa acht Jahre

Waldhorn

Das Waldhorn ist das Orchesterinstrument der Hornfamilie. Mozart, Strauss, Haydn, Beethoven und Schubert schrieben Solowerke für das warmtönende Blechblasinstrument. Es gilt als das Blechblasinstrument mit Seele. Wegen seiner unglaublichen klanglichen Vielfältigkeit hat es sich zum beliebtesten Blechblasinstrument der Romantik durchgesetzt. Auch heute ist es das grandiose Melodieinstrument der großen Hollywoodfilme wie Robin Hood oder Star Wars. Es ist aus allen musikalischen Bereichen von kleinster bis zur größten sinfonischen Besetzung nicht mehr wegzudenken. Auseinander gewickelt ist es bis zu 4,80 m lang. Der Hornist hält es als goldglänzende handlich gewickelte Spirale in den Händen, für Kinder gibt es spezielle Kinderhörner, die leichter gebaut und enger gewickelt sind.

Anfangsalter: etwa sieben Jahre

Fürst-Pless-Horn, Parforcehorn

Das Fürst-Pless-Horn ist ein ventilloses Blechblasinstrument, das für das Spielen von Jagdsignalen entwickelt wurde. Es ist mit Leder umwickelt, um es stabiler zu machen und vor Beschädigungen bei der Jagd zu schützen. Man kann darauf bis zu sieben Töne spielen. Konzertant findet das Fürst-Pless-Horn Verwendung im jagdlichen Bläsercorps, wo es zusammen mit Parforcehörnern erklingt. Wie das Fürst-Pless Horn wurde auch das Parforcehorn für die Jagd gebaut. Aus ihm entwickelte sich später das auch im Sinfonieorchester genutzte Waldhorn. Parforcehörner sind nur einmal gewickelt, die Wicklung hat einen großen Umfang. Dieser war nötig, damit die Jäger bei der Jagd den Kopf und einen Arm hindurchstecken konnten und trotzdem die Hände beim Reiten für die Zügel frei hatten. Als Signalhorn wurde Wert auf einen möglichst schmetternden Ton gelegt, im Ensemble, dem jagdlichen Bläsercorps, wird heute aber auch weich und gepflegt gespielt.

Anfangsalter: etwa elf / sieben Jahre (die bleibenden Zähne müssen vorhanden sein)

Tenorhorn, Bariton, Euphonium

Das Tenorhorn gehört zur Familie der Bügelhörner und schließt klanglich die Lücke zwischen Trompete und Tuba im Blasorchester. Seine Mensur (Verhältnis Rohrlänge zu Rohrdurchmesser) ist enger als die des Baritons, daher kann man hohe Töne leichter erzeugen. Da das Tenorhorn im Klang heller und strahlender als das Bariton empfunden wird, bekommt es im Blasorchester gerne die Solopartien. Das Euphonium besticht durch seinen weichen und runden Klang. 1843 hat es Adolphe Sax erfunden, der auch das nach ihm benannte Saxophon entwickelt hat. Der Unterschied der drei beschriebenen Instrumente liegt in der Weite der Mensur, von der Spieltechnik her sind sie sehr eng verwandt.

Anfangsalter: etwa elf Jahre (je nach Körpergröße). Die bleibenden Zähne müssen vorhanden sein.

Tuba

Die Tuba ist das tiefste Blechblasinstrument aus der Familie der Flügelhörner, es spielt im Orchester die Bassstimme. Im Sinfonieorchester wird entweder die Basstuba oder die eine Oktave tiefer spielende Kontrabasstuba besetzt, der Tubaspieler entscheidet dies meistens selbstständig. Das Instrument besitzt Ventile und wurde ab 1835 gebaut. Seine Gesamtlänge erreicht auseinandergewickelt 9,66 m. Für das Tubaspiel braucht man sehr viel Luft und eine spezielle Atemtechnik. Daher eignet sich dieses Instrument nur sehr bedingt für Kinder.

Anfangsalter: etwa dreizehn Jahre (je nach Körpergröße)

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